Einsatz Informationssystem der STF Purbach

EisteamAufgrund der stetig steigenden Anforderungen an die Stadtfeuerwehr Purbach und die komplexer werdenden Einsätze, hat sich das Kommando der STF Purbach zur Entwicklung eines eigenen Informationssystems für anstehende Einsätze entschlossen.

Ziel dieses Systems ist es, durch Visualisierung der Einsatzart, des Alarmierungstextes und der orthographischen Aufbereitung der örtlichen Gegebenheiten die Ausrückzeiten der Mannschaft zu verkürzen. So ist in Folge gewährleistet, dass das richtige Equipment schnellstmöglich am Einsatzort zur Verfügung steht. Auch kann von Beginn an auf eine angepasste persönliche Schutzausrüstung hingewiesen werden, was wiederum eine schnellere Einsatzbereitschaft bedeutet.

Dank der gelungenen Zusammenarbeit mit „BlaulichtSMS“, wurde es möglich die von der Landessicherheitszentrale Burgenland  abgesetzte Alarmierung auszuwerten und zu visualisieren.

Je nach Art des Vorfalles, welcher einen Feuerwehreinsatz nach sich zieht (Brand, Technisch, Gefahrengut) wird dieser aufgrund des vorhandenen Alarmtextes farblich eindeutig gekennzeichnet. Dies ermöglicht den eintreffenden Kameraden ein Erkennen der Einsatzart bereits beim Betreten des Feuerwehrhauses. Erscheint beispielsweise ein in Rot gehaltener Alarmtext, so handelt es sich um einen Brandeinsatz. Für die Mannschaft bedeutet dies, dass die entsprechende PSA vorbereitet & angelegt werden muss und z.B. Warnwesten von ATS Trägern abgelegt werden.

Blau unterlegt zeigen sich technische Einsätze, orange steht für Gefahrenguteinsätze. Die Wahl der Visualisierungsfarben kann vom Berechtigten der STF Purbach, durch ändern der RGB-Werte, frei verändert werden.

EIS technisch

Neben der farblichen Zuordnung steht der Volle und von Sonderzeichen bereinigte Alarmtext zur Verfügung, welcher einen ersten Hinweis auf den zu erwartenden Einsatz gibt.

Die Ortsangabe des Alarmtextes wird neben der Alphanumerischen Anzeige im entsprechenden Farbschema weiters für die Anzeige einer entsprechenden Straßenkarte verwendet. Diese zeigt mittels Google-Geocodierung den exakten Ort des Einsatzes an und nimmt 2/3 der Bildschirmfläche in Besitz, um gut wahrgenommen werden zu können. Sollte der Alarmtext einmal nicht ausreichend mit Adressinformationen dienen können, so kommt ein zusätzlicher „Schlagwort“ Filter zum Tragen.

Dieser kann für beliebige Orte, z.B. B50 Richtung Breitenbrunn“, mit entsprechenden Koordinaten hinterlegt werden und stellt so sicher, dass die Kartendarstellung so verlässlich wie möglich arbeitet. Auch Eigennamen/Firmen können so präzise hinterlegt werden.

Da es bei Großereignissen, wie Sturm, Schnee oder Überschwemmungen auch zu einer zeitgleichen Häufung von Einsätzen kommen kann, ist auch dieser Fall berücksichtigt worden. Sollten mehrere Einsätze auflaufen, zeigt das Einsatz Informationssystem alternierend alle Einsätze an und wechselt die Ansicht nach einer vom Systemadministrator vorgegebenen Zeit. Die entsprechende Anzeige der Alarmzeit und die automatische Nummerierung des Einsatzes helfen bei der Orientierung in einem solchen Fall.

Für die realitätsgetreue Schulung der Kameraden auf das neue System, können entsprechende Testalarme generiert werden. Diese verhalten sich wie ein entsprechender Alarm. Das Vorgehen im Alarmfall kann somit mit allen Feuerwehrkameraden geübt werden.

 

In einem weiteren Entwicklungsschritt wird das bestehende Hydranten-Netzwerk in die verwendete Karte eingepflegt und auch die Implementierung der optimalen Ausrückordnung wird diskutiert.

Aktuell läuft das System in einem mehrstufigen Probebetrieb und soll bei positivem Verlauf auf fix installierte Komponenten aufgeschaltet werden. Diese werden dann prominent an strategisch wichtigen Punkten, wie im Eingangsbereich und am Sammelplatz der Fahrzeughalle, installiert.

 

Besonders stolz sind wir darauf, dass dieses Projekt lokal umgesetzt wird.

Die Stadtfeuerwehr Purbach steht in einem engen Kontakt zum Roten Kreuz Burgenland. So kam es, dass der Rot-Kreuz Sanitäter Harald Haselbauer (wohnhaft in Purbach) gemeinsam mit Oliver Harmannstein, dem Verwalter der STF Purbach, im Zuge von Übungen und Einsätzen auf die Notwendigkeit dieses System aufmerksam wurden. Beide zeichnen sich heute verantwortlich für das Gelingen dieses Projektes.

Oliver Harmannstein übernahm die Aufgaben der Konzeptionierung und Projektleitung, Harald Haselbauer setzte die Entwürfe um und entwickelte das Einsatz Informationssystem in enger Kooperation am aktuellen Stand der Technik.

Eine Zusammenarbeit der Einsatzkräfte auch abseits der des „Tagesgeschäftes“, ganz nach dem Motto der Hilfsorganisationen:

Österreichisches Rotes Kreuz: „ Wir sind da um zu helfen“

Freiwillige Feuerwehr: „Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“

 

Besonderen Dank gilt auch der Firma „BlaulichtSMS“, welche es möglich gemacht hat auf das bestehende Alarmierungssystem der Landessicherheitszentrale aufzusetzen.

Wir sind sicher, dass mit diesem Projekt die schnelle und zielgerechte Hilfe noch verlässlicher gewährleistet werden kann.

EIS DEMO